Haben wir verlernt anderen zu helfen?

Heute las ich im Zug einen Zeitungsartikel zum Thema: „Haben wir verlernt anderen zu helfen?“ In Dietikon liegt ein Passant bewusstlos am Boden. Andere gehen weiter, einige machen sogar Fotos. Es hat mich nachdenklich gemacht. Die erste Frage im Artikel lautet: Warum wird ein Mensch liegen gelassen, wenn er blutet? Die Fachleute ringen dabei um Erklärungen.

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Gedanken zum Schweizer Psalm

Heute Morgen habe ich mir zum Nationalfeiertag wieder mal unseren Schweizerpsalm zur Hand genommen und darüber nachgedacht. Dieser Psalm lässt mich immer wieder über unseren Gott staunen. Ich finde es grandios wie der Dichter Leonhard Widmer die Schöpfung mit dem Schöpfer verband und wie Alberich Zywssig (1840) dieses Lied ein Jahr später (1841) mit nur geringfügigen Abänderungen vertont hat.

Leonhard Widmer (1840) Alberich Zywssig (1841)

Trittst im lichten Morgenrot daher,
Hocherhabener!
Und ich such in seinem Strahlenmeer
Dich, du Herrlicher!
Wenn der Firn sich rötet,
Betet, Schweizer, betet!
Nahe, nahe ist euch Gott
In der Berge Morgenrot!
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!

Trittst im Morgenroth daher
seh ich dich im Strahlenmehr,
dich du Hocherhabener!
Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich röthet,
bethet freie Schweizer! Bethet.
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland
Gott im hehren Vaterland.

Trittst im Abendglüh’n daher,
Ewig Liebender!
Und ich suche dich im Sternenheer,
Menschenfreundlicher!
In des Himmels Räumen
Soll ich selig träumen,
Träumen von der Gottheit Ruf,
Die mich ewig frei erschuf.
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!

Kommst im Abendglüh’n daher
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich du Menschenfreundlicher!
Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen.
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!

Trittst im grauen Nebelmeer,
Gott, verhüllt daher!
Und ich suche dich im Wolkenheer,
Unergründlicher!
Aus dem Luftgebilde
Tritt die Sonne milde.
Grüsset, grüssest froh das Licht,
Das für euch durch Wolken bricht!
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!

Ziehst im Nebelflor daher
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich du Unergründlicher!
Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Bricht die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland.

Trittst im wilden Sturm daher,
Starker Waltender!
Und ich suche bei Dir Hülf’ und Wehr,
Allerrettender!
Wenn es ringsum wittert,
Berg und Tal erzittert,
Fass’ ich frohen, frischen Mut,
Gott, der Väter Gott, ist gut!
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!

Fährst im wilden Sturm daher
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender!
Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland.

Die Schöpfung, ein Hinweis auf Gott

Manchmal wird die Gefahr eingeräumt, dieses Lied könne auch panteistisch gedeutet werden, also im Sinne von Gott ist in allen Dingen enthalten. Dies bezieht sich vor allem auf die Version von Albrich Zywssig, der Gott im Strahlenmeer und Sternenheer nicht nur sucht, sondern sieht bzw. findet.

Doch die Psalmen der Bibel sind gefüllt von verschiedenster solcher Bilder. Wenn Gott als feste Burg bezeichnet wird, dann geht es ja nicht darum, dass Gott wortwörtlich eine solche Burg ist. Es geht bei diesen Bildern immer darum einen Wesenszug von Gott auf natürliche Weise zu umschreiben. Bei der festen Burg geht es darum, dass er stark und mächtig ist und wir bei ihm Schutz finden.

Zur Schöpfung schreibt Paulus an die Gemeinde in Rom:

Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. (Römer 1,20)

Auch Leonhard Widmer ging es darum die Schöpfung mit dem Wesen Gottes zu verbinden: Er ist hocherhaben, herrlich, menschenfreundlich, liebend, unergründlich, ewig und ein Gott der nicht einfach dasitzt und zusieht, sondern (ver)waltet und rettet.

Ein Gott, der sich offenbart

In der dritten Strophe heisst es:

Ziehst im Nebelflor daher, such’ ich dich im Wolkenmeer, Dich du Unergründlicher! Ewiger!

Ja Gott oder vieles von Gott ist wirklich unergründlich und doch dürfen wir ihn immer wieder aufs neue suchen. Und in seiner Liebe offenbart er sich uns. Leonhard Widmer fasst das in die wunderschönen Worte:

Aus dem Luftgebilde Tritt die Sonne milde. Grüsset, grüssest froh das Licht, Das für euch durch Wolken bricht!

Manchmal da dringt ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke und wir dürfen über jede noch so kleine Erkenntnis, die wir über Gott von ihm erfahren, glücklich und fröhlich sein.

Die Auswirkungen in unserem Leben

Und der Schweizer Psalm hat auch noch eine zweites Anliegen und dieses hat mit uns zu tun. Gottes Wesen und seine Eigenschaften sollen uns nicht kalt lassen. Darum enthält er verschiedenste Aufforderungen:

beten (Strophe 1)

Das Gebet wird hier nicht primär als eine individuelle, persönliche Sache betrachtet. Der Aufruf geht an alle Schweizer und Schweizerinnen. Zu der Zeit Widmers gab es ein sehr grosses Spannungsfeld zwischen konservativen und liberalen Kräften. Die Deutungen der Bibel gingen stark auseinander, so wie sich das auch heute noch feststellen lässt. Da gab es sicher manchmal rote Köpfe. Ob das wohl Widmer gemeint hat, als er schrieb «Wenn der Firm sich rötet, betet Schweizer, betet»? Ich denke ehrlich gesagt schon, dass es darauf bezogen war. Können wir noch zusammen beten, wenn wir auch unterschiedliche Meinungen haben und in hitzige Diskussionen verstrickt sind. Finden wir darin noch den Zugang zu Gott und suchen ihn gemeinsam im Gebet?

träumen (Strophe 2)

Träumen kann man nicht nur in der Nacht. Es gibt auch Tagträumer oder Träumer die in der Nacht wach liegen und nachdenken. Doch beim träumen, da braucht man einen Rückzugsort. Ich weiss nicht wie es dir ergeht, aber in einer hektischen Situation zu träumen fällt zumindest mir schwer.

Darum hat Leonard Widmer wohl das träumen örtlich mit «in des Himmels Räumen» verbunden. Wir brauchen einen Ort, an den wir uns zurückziehen können, um uns wirklich auf Gott ausrichten zu können. Auch Jesus hatte sich oft zurückgezogen, um mit seinem Vater zu sprechen.

vertrauen (Strophe 4)

Alberich Zywssig fordert dazu auf, Gott gerade in schwierigen Zeiten, da wo Stürme toben, kindlich zu vertrauen. Leonhard Widmer gibt in der ursprünglichen Fassung noch einen wichtigen Grund dafür an:

Wenn es ringsum wittert, Berg und Tal erzittert, Fass’ ich frohen, frischen Mut, Gott, der Väter Gott, ist gut!

Gott ist immer gut, auch wenn die äusseren Umstände nicht so scheinen. Jesus hat damals bei den Jüngern den Sturm auf dem See Genezareth in die Schranken gewiesen und der Sturm hat sich gelegt. Vertrauen wir darauf, dass er es absolut gut mit uns meint und auch in unserem Leben Stürme in die Schranken weisst?

suchen und finden

Zentral im Schweizer Psalm sind die Begriffe «suchen» und «finden». Wo bei Leonhard Widmer stärker das Suchen im Vordergrund steht, da kommt bei Alberich Zywssig das Sehen und Finden stärker zum Ausdruck. Beides ist im Sinne von Jesus, denn er sagte zu seinen Zuhörern:

»Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet. Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird geöffnet.» (Matthäus 7,7-8)

Lasst uns das immer wieder aufs Neue tun und erleben. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir in hitzige Diskussionen verstrickt sind und der Firn gerötet ist und wir einfach wieder mal zusammenstehen und beten sollten, oder ob wir in den Himmels lichten Räumen aufhalten, uns zurückziehen und träumen können, oder ob wir uns mitten in einem Sturm befinden und uns ganz auf ihn vertrauen müssen, auch wenn wir das Licht am Ende des Tunnels noch nicht sehen.

Vergebung und Feindesliebe

Es gibt wohl kein Thema, das mich die letzten sechzehn Jahre mehr beschäftigt hat, als dieses Thema. Im Grunde geht es um eine simple Frage: «Muss ein Christ allen Menschen vergeben?» Würde man eine Umfrage starten, so würden wohl die Mehrheit diese Frage mit einem deutlichen «Ja» beantworten. Zumindest war das die eindeutige Tendenz, wenn ich die Leute darauf ansprach. Ich war übrigens selber sehr lange Zeit davon überzeugt. Schliesslich wurde es auch so in der Gemeinde gesagt, die ich früher zusammen mit meinen Eltern besuchte. Heute bin ich davon nicht mehr überzeugt und ich will euch auf eine Reise mitnehmen, warum ich das heute anders sehe. Dabei geht es mir weder um Rechthaberei, noch darum etwas völlig Neues zu begründen, auf das noch niemand vor mir gekommen wäre. In gewissen Büchern, Kommentaren und Lexikas zur Bibel wird durchaus darüber geschrieben. Es scheint mir nur, dass es manchmal zuwenig im Alltag zur Sprache kommt.

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Die grössten Experten sitzen ausserhalb…

Bald ist die Weltmeisterschaft 2018 im Fussball wieder Geschichte! Heute steht noch das kleine Final um den 3. und 4. Platz an, morgen dann das Final zwischen Kroatien und Frankreich. Wer hätte das am Anfang dieser WM gedacht? Wohl niemand. Trotzdem bleibt: „Die grössten Experten sitzen ausserhalb des Spielfeldes.“

Das können Männer am Stammtisch oder der Kommentator des Matchs sein. Sie wissen haargenau Bescheid, was die Spieler in dieser Situation hätten tun sollen.

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Junge Frau oder Jungfrau?

Mit gewissen Themen tut man(n) sich unheimlich schwer. So beispielsweise mit der Schwangerschaft. Nicht dass davon Männer nun direkt betroffen wären, doch man kann darauf zählen, dass irgendwann vor Weihnachten eine theologische Frage wieder neu aufblüt, die unter dem Jahr keine grosse Beachtung findet. Es geht um die Frage der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria. Das Thema wurde im letzten Jahr aufgegriffen, die Jahre zuvor und in diesem Jahr konnte es ja nicht anders sein.

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Arzt, hilf dir selbst!

Seit dem 1.1.2017 online – bereits von vielen benutzt: Die neue App „Bible Energy“ vom Bibellesebund!

In meinem Jahresrückblick habe ich kurz auf das neue App „Bible Energy“ hingewiesen. Jetzt ist sie endlich da und ich bin absolut begeistert! Der ganze Einsatz – die Programmierung eines Redaktions-Systems und die redaktionellen Arbeiten – hat sich gelohnt! Die App umfasst jeweils einen kurzen Bibeltext, einen Link zum jeweiligen Kontext und einen kurzen Tages-Impuls. Im März kommt dann ein weiteres Feature hinzu, ich verrate nur soviel: Es wird akustisch! Mehr Infos zum App auf der Seite vom Bibellesebund.

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Das Leben landet im Netz. Und dann?

Ein sportlicher Input zum Thema Tischtennis und dem Sinn des Lebens von Andi Dubach. Ich habe vieles von diesem Mann gelernt. Er hat ein riesiges Herz für die Menschen, besonders für Kinder und Jugendliche und eine grosse Leidenschaft für Jesus. In der Bibel gibt es einen Vers in dem es heisst, dass wir unser Licht nicht unter einen Scheffel stellen sollen. Das tut Andi bestimmt nicht und deshalb denke ich, verdient er auch einen Platz auf Words of light.

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