Von Monstern, Tälern und der Angst

Es ist faszinierend wie Kinder Ihr gesamtes Vertrauen auf die Eltern setzen.
Haben Sie Angst vor dem dunklem Keller oder dem Monster unter dem Bett, dann muss nur der Vater anwesend sein und die Angst verfliegt.
Ist der Keller noch so Furchteinflössend, solang der Papa in der Nähe ist, kann einem nichts passieren.
Selbst wenn das Monster unter dem Bett das Gefährlichste und Böseste ist, solang der Papa da ist kann nichts passieren.
Dieses Vertrauen ist bemerkenswert, es dient dem Kind erwachsen zu werden, seine Ängste zu überwinden und einzugestehen, dass es manchmal einfach den Papa braucht.

Wie toll wäre es doch, wenn auch wir als erwachsene auch solch ein Überväter hätten. Ein Vater der uns in unseren Ängsten und Sorgen beisteht, welcher Stärker ist als jedes vorstellbare Monster und in dessen Anwesenheit wir auch durch das finsterste und furchteinflössendste Tal gehen können.

Viele werden nun sagen, vor dem Keller fürchte ich mich schon lange nicht mehr und Monster unter dem Bett habe ich beim letzten Mal auch keine gesehen.

Dies ist korrekt, gerade habe ich unter dem Bett nachgeschaut und tatsächlich war dort kein Monster, doch gibt es in meinem Leben viele andere dunkle Keller, Täler und Monster welche mich in meinem Leben einschränken.

Angst vor der Zukunft, Angst zu seiner Meinung zu stehen, Angst vor Ablehnung, Angst vor sozialem Abstieg, Angst vor Angriffen, Angst vor Unfällen, Angst vor Verlusten, Höhenangst und vieles mehr, schränkt mein Leben täglich ein. Wie ein Kind welches aus Angst nicht in den Keller geht um sein Fahrrad zu holen, hindern mich diese Ängste, in meinem Leben vorwärts zu kommen oder eine schwierige Situation zu meistern. Die Angst ist das wohl grösste Hindernis welches wir im Leben antreffen. Doch wo ist der Vater der uns begleitet und uns diese Angst nimmt.

Dieser Vater ist Grösser und mächtiger als jedes Lebewesen, denn er ist der Schöpfer allen Lebens. Dieser Vater ist Gott, und nicht einfach ein Gott, sondern er ist der einzige Gott, der Gott der sich selbst als Vater bezeichnet. Der Gott der uns Liebt und der uns nicht alleine lässt, der sich Zeit für uns nimmt und uns begleiten will durchs Leben.
Er ist bereit mit dir in den Keller zu gehen. Von ihm fürchten sich die Monster unter dem Bett und ist er Anwesend ist das dunkle Tal voller licht.

Weshalb fürchten wir uns denn so viel, weshalb wanken so viele Christen bei der kleinsten Anfeindung, weshalb entrückt uns Gott nicht einfach in den Himmel, damit wir geborgen sind?

Dies sind sehr schwierige Fragen, doch haben wir uns die Gegenfragen dazu schon mal gestellt?

Weshalb rufen wir nicht den Vater, wenn wir vor dem Keller stehen? Weshalb halten wir uns nicht an seiner Hand fest, welche er ausgestreckt hat? Weshalb versuchen wir davon zu laufen, anstelle mit Hilfe des Vaters stark zu werden? Weshalb sehen wir die dunklen Täler nicht als Verbindung zu einer Hellen Lichtung?

Würde ein Kind nicht auf die Unbesiegbarkeit seines Vaters vertrauen, dann würde es sich nie getrauen in den Keller zu gehen und es würde nie erkennen, dass der Keller gar nicht so schlimm ist, sondern darin gute Sachen gelagert sind, es würde auch nie erkennen, dass das Vetrauen auf den Vater richtig ist.

Genau so geht es uns, lassen wir uns von unseren Ängsten einschüchtern, statt mit dem Vater durchzugehen, werden wir nie sehen, dass Gott für uns noch viel mehr bereithält. Wir könnten nicht in unserem Glauben wachsen und Stark werden. Sondern wir würden zu ängstlichen gestallten vergammeln welche weder ein noch aus wissen.

Die Bibel erzählt uns von vielen Personen, welche ihre Ängste auf Gott geworfen haben, der bekannteste ist dabei sicher David.
David war ein Mann welcher voll auf den Vater vertraut hatte, er hat nicht gezweifelt, dass es irgendwas gibt was stärker ist, als der Vater. Doch hat David überhaupt kein ruhiges Leben geführt.
Er wurde verfolgt, mehrere Male fast getötet, musste unten durch und hat Anfechtung und Verrat erlitten. Er hatte allen Grund Angst zu haben und hätte er einfach aufgegeben, würde viele dies sogar verstehen. Doch David hat nicht aufgegeben.
Als er nicht mehr weiterwusste, hat er sich auf seinen himmlischen Vater berufen. Er erfasste die Hand Gottes und ging durch das dunkle Tal der Verfolgung und Schmach. Wie sehr David auf Gott vertraut haben sehen wir an einem seiner schönsten Psalmen.

Psalm 23,4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.

Wie fest muss sein Vertrauen gewesen sein, selbst in der dunkelsten Situation vertraute David darauf, dass sein Vater welcher Ihn immer begleitet stärker als alles um Ihn herum ist. Kein Monster, kein Keller und kein Tal konnte ihm diese Sicherheit nehmen. Wie ein Kind seinem Vater vertraut, hat David seinem Schöpfer vertraut.

Was hindert uns daran dieses vertrauen auch wahr zu nehmen?
Wenn Ängste, Sorgen und Verzweiflung wieder überhandnehmen, worauf setzen wir unser Vertrauen?
Können wir, auch furchtlos durch das Tal der Todesschatten schreiten, in der Gewissheit, dass es spätesten am Ende gut herauskommen wird?
Gott ist bereit mit uns durch diese Situationen zu gehen, er begleitet uns und wir können sicher sein, dass das Gute am Schluss nicht zu vergleichen ist, mit dem dunkelstem auf dem Weg dorthin.

Psalm 56,12 Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?

Was kann uns die Welt antun, wenn unser Platz im Himmel ist. Lass uns die Ängste dieser Welt überwinden und auf unser Vater vertrauen. Dann werden wir nicht mehr Wanken, sondern festen Schrittes durch das Tal schreiten.
Dann werden wir die guten Sachen im Keller erkennen und die Monster in unserem Leben werden fliehen. Alles Leid und Zittern in diesem Leben wird nichtig sein gegenüber der Freude welche wir am Ende beim Vater erhalten werden.

Denn Gott ist unser Vater und unser Vater ist stärker als alles was wir uns vorstellen können.
Lass uns wie ein Kind auf ihn vertrauen und voller gewissheit, wie David, sprechen

So fürchte ich kein Unglück, denn mein Vater ist bei mir.

 

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