Das wichtigste!

Gestern hat mich jemand bei einem Gespräch gefragt, was denn für mich das wichtigste am christlichen Glauben sei.
Eine Frage, die mich doch ein bisschen zum Nachdenken gebracht hat, doch meine Antwort stand dann relativ schnell bereit. Denn obwohl er wahrscheinlich mehr wissen wollte, ob Mission, Lehre oder Evangelisation wichtiger sind. Bin ich der Meinung, dass die alles überhaupt keine Rolle Spielt, solang uns das aller wichtigste fehlt.

Nämlich die Beziehung zu Jesus! Denn ohne diese Beziehung macht alles andere keinen sinn. All unsere Mission und unsere Predigten sind nichtig, solang wir selbst diese Beziehung nicht mit Jesus haben. Jede Diskussion über Theologische Themen verlieren ihre Bedeutung, solang wir nicht eine Beziehung mit Jesus führen, solang wir Jesus und damit Gott nicht kennen.

Ich will hier ein kurzes Gleichnis machen, um dies zu verdeutlichen.
Stellen wir uns einen verheirateten Mann vor, der von seiner Frau schwärmt und alle guten Dinge von Ihr erzählt und wie glücklich er ist, mit Ihr zusammen zu sein.
Jeder würde ihm dies glauben, vielleicht würden einige eifersüchtig sein, aber schlussendlich würden wir ihm glauben.
Stellen wir uns nun vor, dieser Mann, der so schwärmt, wäre weder verheiratet noch hätte er eine Beziehung mit der Frau. Trotzdem würde er immer schwärmen und Sie in den Himmel loben. Wie komisch und verkehrt würde dies herüberkommen?
Denn wenn er diese Frau ja so genial findet, weshalb führt er keine Beziehung mit Ihr, weshalb macht er nicht die nötigen Schritte, weshalb labert er von Sachen, welche er ja gar nicht wissen kann.
Er hat keine Beziehung mit dieser Frau und deshalb ist all sein Schwärmen nichtig und vergeben, wer sollte ihn ernst nehmen? Sein ganzes handeln ist vergebens, auch wenn seine Schwärmerei noch so gut tönt und vielleicht sogar stimmt, wer soll ihm dies abnehmen. Wer soll ihm glauben, wenn er doch selbst nicht ernst zu meinen scheint.

Genauso ist es auch mit unserem Dienst welcher wir machen. Was bringt es mir, wenn ich Predige, aber diesen Gott, denn ich verkündige, gar nicht kenne, keine Beziehung mit ihm führe. Mein Schwärmen von Jesus kann schon gut und richtig sein, doch, wenn ich Jesus nicht kenne, mit ihm, den weg nicht gehe, ihn nicht erlebe und spüre. Wie heuchlerisch sind dann meine Worte?

Bevor wir also überhaupt anfangen können unsere Gaben für Gott einzusetzen, müssen wir eine Beziehung haben, müssen wir Gott kennen! Ohne diese Beziehung ist alles nichtig, denn nur aus dieser Beziehung fliesst die Kraft und die liebe welche wir für unseren Dienst überhaupt benötigen.
Wir können noch so schöne Predigten, Worshipzeiten, Evangelisation, Jugendgottesdienste usw. haben, wenn diese Beziehung fehlt, wenn wir Jesus nicht wirklich Lieben, dann sind wir nicht besser, als der Mann in meinem Gleichnis.

Wir versuchen etwas zu beschreiben, was wir selbst nicht haben, was wir vielleicht selbst nicht wollen. Weil wir die Person dahinter nicht kennen.
Paulus hat dieses Szenario schön beschrieben.

1 Korinther 13 (SCH2000)
1 Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe (Agape) hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!

Ja das wichtigste am christlichem Glauben, ist die Liebe zu Gott, das einzige wesshalb den Rest überhaupt sinnvoll macht ist diese innige Beziehung, welche Gott mit uns leben möchte. Alles andere verfällt in dessen Schatten zu Kleinigkeiten zu wohlriechenden Gnaden taten.
Damit will ich nicht sagen, dass wir nicht Predigen, Missionieren oder Evangelisieren sollten. Sondern ich will damit sagen, dass wenn wir keine Beziehung haben, wir dies für nichts machen. Denn unser ganzes handeln sollte auf Jesus bezogen sein, doch damit dies überhaupt erst möglich ist, müssen wir eine Beziehung haben.

Johannes 14 (SCH2000)
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Wie krass ist diese Aussage von Jesus, wenn wir Ihn Lieben, dann werden wir sein Wort auch befolgen und uns selbstverständlich und mit Freude engagieren. Doch noch viel wichtiger ist, dass Jesus dann eine Beziehung mit uns führt, und zwar keine Fernbeziehung, sondern er zieht bei uns ein, er ist in uns und mit uns.
Wir sind nicht mehr fern von Ihm und deshalb werden unsere Taten auch kraft erhalten, denn die Menschen werden sehen, dass wir nicht nur einfach, weil es schön tönt, von Jesus reden. Sondern weil wir ihn kennen, weil wir ihn erleben und weil wir ihm gehören.

Wenn du diese Beziehung noch nicht mit Jesus führst, dann kann ich dich nur ermutigen, es zu versuchen. Lass dich auf Jesus ein, lerne ihn kennen.
Prüfe selbst, ob meine Worte hier, nur schönes Gerede waren, oder ob Sie bestand haben. Ruf Jesus an und erlebe, dass er tatsächlich antworten wird, dass er sich dir wirklich zeigt und dass er dir deine ganze Last, welche du mit dir herumträgst, wegnehmen wird.

Vielleicht denkst du, du hast zu viel Schuld auf dir, oder du trägst zu viele lasten mit dir. Dann ist dies erst recht ein Grund meine Worte auf die Probe zu stellen. Denn Jesus hat selbst ausgerufen.

Matthäus 11 (SCH2000)
28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

 

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