Wenn Männer die Komfortzone verlassen

Was geschieht, wenn 70 Männer, 72 Stunden in den Schottischen Highlights, zusammen einen Weg gehen und sich voll auf Gott ausrichten?
Wenn Männer zusammenstehen, zusammen die Komfortzone hinter sich lassen und zusammen die 30 Zentimeter vom Kopf ins Herzen gehen.
Wenn Männer sich nicht mehr verstecken, sondern sich öffnen und der Herausforderung ins Auge sehen.
Dann geschehen wunderbare Dinge, dinge die mit Worten fast nicht zu beschreiben sind, doch die Weltverändernd sein können, nicht nur für die Männer, sondern für die gesamten Gemeinden.

Gestartet wurde am Donnerstagabend bei heftigem Regen und Schnee. Die Elemente Schottlands wurden bei der Anfahrt zum Startort heftig gezeigt, viele brauchten schon die erste Überwindung um den Bus zu verlassen. Doch wird sich und Schottland danach von seiner hauptsächlich schönen Seite zeigen.
In neun Teams aufgeteilt ging es in die Ungewissheit los, wir wussten weder was uns erwartet noch wie viele Kilometer wir laufen würden, auch haben wir alle Uhren und Handys ausgeschaltet und verstaut, es gab also keine Ablenkung vom Ziel. Doch ging es nicht um die etlichen Kilometern und Höhenmeter welche noch vor uns lagen, sondern darum sich dabei voll auf Gott konzentrieren zu können, Gottes Stärke, Macht, Liebe und Wohlgefallen an uns neu zu erleben. Sich neu auf Gott auszurichten und sich bewusst zu machen, dass es Alleine nicht geht.
Dies erforderte einen Sprung ins kalte Wasser, einen Sprung in Gottes Hand.

Der erste Abend schloss insgesamt jedoch relativ locker, er war ein herantasten ans Wesentliche.

Der zweite Tag begann mit mehreren Team Building aufgaben, Sie dienten dazu zu zeigen, dass die nächsten paar Stunden das Team und Gott die einzigen Dinge sind auf die wir uns verlassen sollten. In unserem Team fiel dies sehr einfach, da wir von Anfang an sehr gut zusammen funktionierten. Jeder kam eigentlich sofort mit allen aus und es waren auch alle bereit die Herausforderung anzunehmen.
Bei schönem Wetter und gutem Mutes, ging es daran die erste Etappe zu Laufen. Dabei gab es unterwegs immer wieder kurze Inputs die immer ein bisschen herausfordernder wurden. Zwischen den Inputs, gab es genügend Zeit sich darüber auszutauschen oder sich selbst Gedanken zu machen oder einfach in der Natur zu erkennen was Gott für uns getan hat.
Denn die Schottischen Highlands bieten einen krassen Eindruck wie mächtig und genial Gott ist, ging es bei heftigem Wind über Knietiefen Schnee den Berg hinauf, so kamen viele sicherlich langsam ans Limit, doch gerade in solchen Augenblicken trug das Team einander, da wurde einander motiviert, angeboten Gepäck abzunehmen oder einfach auch mal eine Pause mehr eingelegt.

Es war eindrücklich zu sehen, wie auch wenn der Berg nicht aufzuhören scheint, nie jemand unmotiviert oder angepisst war. Auch für mich als geübter Trecker war es eindrücklich, was Männer leisten können, wenn Sie sich voll auf etwas einlassen. Dann wird die Zeit irrelevant und nur noch der Weg und das Ziel zählen, dann brechen Dinge und Fähigkeiten hervor, welche viele in sich gar nicht bewusst waren.
Noch wichtiger ist, dass dann die Strecke vom Kopf ins Herz beginnt, sich zu verkleinern. Jeder Kilometer, jeder Höhenmeter und jedes Gespräch war ein Schritt näher zur Erkenntnis was Gott mit jedem einzelnem von uns vorhat.

Da wurden Steine abgelegt und Lasten losgelassen, Entschlüsse gefällt und Verantwortungen wahrgenommen, Eisen geschliffen und auf die Zähne gebissen.
Es war so gut zu sehen, dass Männer immer noch Männer sind auch wenn Sie so viele Dinge mit sich tragen.

Der letzte Tag begann eisig und kalt, es erforderte Überwindung aus dem warmen Schlafsack zu kriechen und die kalten Schuhe anzuziehen. Aber die Überwindung hat sich gelohnt. Einen herrlichen Lobpreis Gottesdienst auf einer Anhöhe führte uns direkt wieder zum Zentrum. Überwindung war dann auch das Stichwort, wir mussten zuerst unsere Komfortzone verlassen und aus dem Zelt gehen, damit wir die Highlands überhaupt erleben konnten.

An diesem Tag würden wir noch viel Überwindung brauchen, denn es lag wieder eine lange Strecke vor uns. Doch begann die Strecke zum Herzen weiterhin kleiner zu werden,
die Inputs bekamen nun auch eine Tiefe welche etwas bewegt haben. Das Bild des Adlers welcher Fliegen muss damit er seine Bestimmung erfüllen kann war dabei im Vordergrund. Ein Adler gehört nicht in den Hühnerstall am Körner picken, sondern er muss auf den Berg er muss Fliegen und seine Beute erlegen.
Eindrückliche Bilder wurden uns dazu weitergegeben, und es wurden viele Gespräche im Team geführt. Unser Team wurde dabei recht zusammengeschweisst, gemeinsamer Austausch und Gebet hatten genauso Zeit wie auch einfach nur still zusammen vorwärts zu gehen.

Nach zwei Tagen unterwegs, ging es nun langsam dem Ende zu.
Das Ziel war schon im Blickfeld doch der Weg dorthin zog sich dann «glücklicherweise» hin, glücklicherweise deshalb, weil in den letzten Kilometern die Stärke des Teams hervorkam, mussten wir uns nun doch auch physikalisch unterstützen. Der Tag endete mit einem Sieg, wir haben mit Gotteshilfe Land eingenommen und wir können als Adler Fliege.

Der letzte Tag begann mit Regen, doch auch hier kam wieder das Team hervor. Es wurde zusammen geholfen die Zelte abzubrechen und die Rucksäcke zu packen, viele ermutigende Worte wurden gesprochen.
Danach gab es noch einen kurzen Marsch zu einer Alten und eindrücklichen Kirche. Hier wurde uns nochmals verinnerlicht, was wir die letzten 72 Stunden vertieft haben, es wurde eindrücklich Zeugnisse gegeben und Emotionen und Gefühle freigesetzt.
Die Stimmung war heilig, heilig weil wenn Männer zusammenstehen und sich auf Gott einlassen, Gott uns Heiligt und seine Heiligkeit war definitiv spürbar in diesen 72 Stunden.

Wenn wir Männer unsere Komfortzone verlassen, dann geschehen Dinge, dinge welche Heilig sind, dinge welche uns und unsere Gemeinde weiterbringen,
wir Männer müssen endlich wieder aufstehen, endlich wieder die Verantwortungen übernehmen welche uns von Gott gegebene wurden. Nicht mehr länger in den Gemeinden schweigen und als Mitläufer fungieren. Nicht mehr als Gast in den Gemeinden erscheinen, sondern als Teil der Gemeinde. Als Teil des Reich Gottes. Wir Männer sind berufen um zu Wirken und es war so eindrücklich zu sehen, was Männer erreichen und ändern können. Wenn Sie nur bereit sind die Komfortzone zu verlassen. Wenn Sie bereit sind, die Gemütlichkeit des Konsums abzustellen und Ihre Fähigkeiten, Gaben und Ideen in den Gemeinden einsetzen.

Ich bin überzeugt, dass in unseren Gemeinden lebendiger, Heiliger und Grösser werden, wenn wir Männer aufstehen und Anpacken, wenn wir zusammenstehen und für den König unsere Fähigkeit einbringen. Wenn wir nicht länger still konsumieren, sondern unser Wert der uns von Gott gegeben wurde erkennen und Akzeptieren.
Wenn wir nicht mehr länger im warmen Schlafsack der Gewohnheiten liegen, sondern raus in den Sturm gehen und Fliegen. Dann wird es Änderung geben, dann werden die Gemeinden wieder Ihr verstaubtes Image ablegen können.
Wenn Männer wieder Männer sind und Ihre Bestimmung von Gott wahrnehmen, dann werden Wunder geschehen und Erweckung passieren.
Wenn Männer wieder Verantwortung übernehmen dann werden auch die Frauen davon unendlich Profitieren.

Deshalb ein Aufruf an die Männer, FLIEGT, FLIEGT wie ein Adler, der im Winde segelt. Ihr gehört nicht in die Passivität eines Hühnerstalles, sondern Ihr müsst Fliege um euer volles Potential zu gebrauchen. Fliegt für eure Frauen, für eure Familien, für eure Freunde, für eure Gemeinden und für die ganze Welt.

Jes 40,31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (SCH2000)

Wer diese Fliegen auch erleben möchte, kann sich hier dazu anmelden http://der4temusketier.ch/charakterwochenende

P.s Ich danke meinem Team für die geniale Offenheit und den Zusammenhalt, für die Gebete und die Ermutigungen und für die Einsichten in euer Leben.

 

6 Gedanken zu “Wenn Männer die Komfortzone verlassen

  1. Pingback: Jahresrück- und Ausblick – Words of light

  2. Pingback: Füürabig (Der etwas andere Männerabend) – Words of light

  3. Ich hatte genau die gleichen bedenken wie du.
    Die Präsentation kam wirklich sehr klischehaft rüber und dachte auch zuerst „Was soll das“, aber ich glaube wir männer brauchen dies auch einfach ab und zu. Einen ausbruch aus der Welt hin zu Gott.
    Für weniger Sportliche ist es sicher noch eine grössere Herausforderung aber gibt man sich der herausvorderugn hin und geht offen mit seinem Team da durch, dann können Berge zu Ebenen werden.
    Ich finde den punkt eisen schleifft eisen noch wichtig, Männer können Ihre Identität nicht in Frauen suchen, sondern müssen dies mit anderen Männern zusammen

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    1. Ich hatte ehrlich gesagt auch Bedenken, was die Ausdauer angeht. Andererseits bin ich 2013 ohne jegliche Bedenken nach Nepal und dort in Himalaya-Nähe durch die Gegend gestapft. Ist schon komisch, sobald etwas den Stempel christlich bekommt, sind plötzlich allerlei Bedenken da, die ansonsten niemandem kommen würden.

      Gott habe ich früher noch viel stärker als heute draußen in der Weite der Natur gefunden. Natur-Erleben war vielleicht sogar eine der ersten Eindrücke, die mich als Teenager zum Gedanken brachte, da muss doch noch mehr sein. Ich glaube das muss ich jetzt wo wieder Frühling wird mal etwas auffrischen.

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  4. Ich glaube in meiner alten Gemeinde haben sie für 4te Musktier auch geworben.
    Ich fand damals die Präsentation, welche die Ältesten vorbereitet haben, etwas zu klischeehaft männlich, war etwas zu überspitzt, hat mich daher nicht so angesprochen. Aber was ich in dem Beitrag lese, ich glaube das nächste Mal melde ich mich dafür doch auch an. 😀

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