Mit Gott im Kampfring

Eine der Interessantesten stellen in der Geschichte von Jakob, ist die Stelle in der er mit Gott kämpft.
Eine stelle die sicher von vielen kontrovers angeschaut wird und ich auch lange nicht wirklich verstanden hatte.
Weshalb sollte Gott gegen eine Jakob Ringen und dann nicht eindeutig Gewinnen? War es wirklich Gott, welcher mit Jakob gekämpft hatte oder einfach ein Engel? und kann man überhaupt gegen Gott Kämpfen?
Diesen Fragen will ich hier auf den Grund gehen.

Bevor wir uns jedoch der eigentlichen Geschichte zuwenden, benötigen wir eine kleine Einführung.

Jakob war von seinem langjährigem Asylgeber Laban geflohen, er hatte kurz zuvor eine direkte Konfrontation mit Laban, bei welcher er nicht heil herausgekommen wäre, hätte Gott Laban nicht zuvor gewarnt.[1] Doch mit der aus Jakobs Sicht nur sehr glücklichen und knappen friedlichem ausgegangenen Konfrontation, stand bereits die nächste noch schwierigere Konfrontation vor Ihm. Die Begegnung mit seinem Bruder Esau, stand vor der Tür. Esau, welche sich geschworen hatte, Jakob umzubringen, weil er Ihm sein Erstgeburtsrecht geklaut hatte.

Jakob reagierte auf diese Konflikt Serie mit grosser Verzweiflung und Angst, er teilte seinen Besitz in mehrere Teile und traf Vorkehrungen, dass im ernst Fall nicht alle von Esau geschlagen werden konnten. Zusätzlich schickte er viele Beschwichtigung Geschenke als Vorhut, damit er Esau besänftigen könnte.[2]

Wir sehen, dass Jakob in einer sehr schwierigen und turbulenten Situation war, er schien von einem Konflikt in den anderen zu schlittern und er wusste, dass er keine Chance hätte, um gegen Esau zu bestehen. Furcht überkam ihn und an seinem Gebet sehen wir, dass er keinen Ausweg mehr sieht, als dass Gott ihn Persönlich beschützen würde.

Genau in dieser Situation, kurz vor der Konfrontation, welche Jakob so lähmte, fängt die Geschichte an.

1. Mose 32

25 Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach.
26 Und als dieser sah, daß er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so daß Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm.
27 Und der Mann sprach: Laß mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich!
28 Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob!
29 Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen!
30 Jakob aber bat und sprach: Laß mich doch deinen Namen wissen! Er aber antwortete: Warum fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort.
31 Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!

 

Sehen wir uns diese Geschichte nun mit dem vorhin entdeckten Hintergrund an, so öffnet sich uns ein Bild dieser Szene, welches ermutigender für uns fast nicht sein kann. Doch am besten gehen wir hier mal Vers für Vers durch.

 

25 Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach.

 

Voller Angst und Verzweiflung zurückgeblieben, fängt plötzlich aus dem Nichts ein wild fremder «Mann», an mit ihm zu kämpfen. Es war dabei kein kurzer Boxkampf, sondern ein langer schweisstreibender und schwerer Ringkampf. Jakob musste sich also in dieser ganzen Situation, plötzlich einem unvorhergesehenen Gegner stellen. Doch war dieser «Mann» überhaupt ein Gegner?

 

26 Und als dieser sah, daß er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so daß Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm.

 

Der Kampf zog sich in die Länge, und der Gegner scheint nicht gewinnen zu können. Deshalb rührte er das Hüftgelenk von Jakob an. Dies scheint ein feiger Trick gewesen zu sein. Doch der Kampf war auch nach diesem anscheinend unfairem move noch nicht vorbei.

 

27 Und der Mann sprach: Laß mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich!

 

Anscheinend hatte Jakob den Mann irgendwie trotz kaputter Hüfte Festhalten können, vielleicht hat er sich mit ganzer Kraft um sein Bein geschlungen. Doch nun haben wir einen ersten Dialog. Der Mann sagt, dass er Ihn gehen lassen sollte, da der Morgen bald beginnen würde. Nun stellt sich hier schon die nächste Frage, wenn der Mann die ganze Nacht durchkämpfen konnte, warum sollte er dann aufhören, wenn der Morgen beginnt?

Eine wichtige Frage, welche wir Später beantworten werden. Der spannendere Teil an diesem Dialog ist die Antwort Jakobs, er verlangt einen Segen. Eine sehr komische Forderung, welche man von einem Angreifer verlangt. Jakob musste also erkannt haben, dass dieser Mann nicht einfach nur ein komischer Bandit war, der gerade Lust hatte Menschen anzugreifen, sondern dass mehr dahinter sein musste. Er erkannte, dass sein Gegner ihn segnen könnte und dass es sich lohnen würde, um diesen Segen zu kämpfen.

 

28 Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob!
29 Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen!
30 Jakob aber bat und sprach: Laß mich doch deinen Namen wissen! Er aber antwortete: Warum fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort.

 

Der Dialog geht nun weiter, Jakob erhält einen neuen Namen und dazu eine für uns nicht nachvollziehbare Erklärung. Er wird nun Gottesstreiter (Israel) genannt. Weil er anscheinend mit Gott gekämpft hat und gewonnen hatte dabei.
Nach diesem Namenswechsel, fragte Jakob auch nach dem Namen des Mannes, doch erhält keine Antwort darauf.
Namen waren zu dieser Zeit ein wichtiger Teil, kannte man einen Namen, so wusste man wer diese Person ist. Die etwas rhetorische Antwort des Mannes, scheint darauf hinzuweisen, dass es sinnlos für Jakob ist nach dem Namen zu Fragen, da Jakob die Identität schon bekannt sein müsste.

Das Intermezzo endet dabei mit einem Segen, Jakob erhält das um was er gekämpft hatte.

 

31 Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!

 

Der letzte Teil, holt nun die Frage wieder hervor, hat Jakob hier wirklich gegen Gott gekämpft und wenn Ja, wieso?

 

Meine Meinung dazu ist, dass es sich hier tatsächlich um Gott gehandelt hatte, genauer um Jesus persönlich. Hier weist zum Beispiel, die Aussage daraufhin, dass der Mann sagt, er habe mit Gott und Menschen gekämpft. Jesus wurde vollkommen Mensch und ist trotzdem vollkommen Gott. Weiter weist die Aussage im Vers 31 auf Jesus hin. Wir wissen, dass niemand je Gott (Vater) in seinem Angesicht gesehen hatte, jedoch haben viele Gott, durch Jesus gesehen. Wenn Jakob also Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen hatte, dann musste der Mann, Gott selbst sein, aber nicht in der Person des Vaters, sondern von Jesus.[3]

 

Gehen wir nun davon aus, dass hier Jesus mit Jakob gekämpft hat, können wir die Geschichte weiter analysieren. Denn es sind immer noch sehr viele Fragen offen.

 

Gegen Gott Gewinnen

Sind wir ehrlich, Gott können wir nicht Besiegen. Nicht in einem Face2Face Kampf und auch auf keine andere Art. Doch anscheinen hat Jakob trotzdem gewonnen hier.

Gott kann eigentlich nicht verlieren, trotzdem gewinnt Jakob hier aber und dass in einem physikalischen Kampf. Eigentlich hätte Jakob verzehrt werden sollen und sich sofort in Nichts auflösen. Doch er kämpfte die ganze Nacht mit Gott. Gott musste hier also eine extreme Gnade gezeigt haben, er stieg auf die Erde, nahm einen menschlichen Körper an und beschränkte seine Macht so fest, dass Jakob nicht sofort vernichtet wurde.

Hier fällt uns eine starke Parallel zu Jesus wirken im NT auf, auch hier kam Gott in menschlicher Form und liess sich von den Menschen sogar Töten. Das Ganze hat er dabei alleine aus Gnade, Liebe und Barmherzigkeit gemacht. Durch Jesus wurde dieser Welt wieder Hoffnung gebracht.

Sehen wir diese grosse Parallele, musste dieser Kampf mit Jakob auch sehr viel mit der Liebe und Gnade Gottes zu tun haben. Wir können dabei davon ausgehen, dass Gott jedem genauso begegnet wie er dies benötigt. Jakob benötigte hier anscheinend also einen physischen Kampf mit Gott einen Kampf der sich sehr in die Länge zog.

Auch wir haben solche Kämpfe, wenn wir in kritischen Situationen sind, beginnen wir mit Gott zu Ringen, wir machen ihm z.B. vorwürfe und Kämpfen so gegen Ihn. Doch auch bei uns werden wir nicht einfach von Gott vernichtet, sondern wir werden dabei seine Liebe erfahren.

Jakob war in einer ausweglosen Situation, er wusste, dass Gott ihm eine Verheissung gegeben hat, doch war er sich nicht mehr sicher, ob Gott diese wirklich einhalten würde. Voller Angst bettete er zu Gott und Gott erscheint ihm persönlich und ringt mit Ihm. Er zeigt Jakobs dabei eine sehr wichtige Lektion auf. Nämlich, dass er keine Angst haben muss. Er hatte mit Gott gekämpft und hat gewonnen, warum sollte ihm dann die Begegnung mit Esau noch Angst machen, er hatte einen viel mächtigeren «Gegner» gehabt und wurde «Gerettet».
Der ganze Kampf mit Gott hatte also eine pädagogische Wirkung auf Jakob. Er diente zur Ermutigung, Stärkung und Bestätigung des Segens, welcher er von Gott verheissen bekommen hatte. Jakob hat in mehreren Hinsichten gewonnen, jedoch hatte Gott auch in keiner Weise verloren dabei. Jakob wurde die unglaubliche Gnade und Liebe Gottes physisch vor Augen gelegt. Er hatte live gesehen, dass Gott ihn nicht verzehren will, sondern mit Ihm einen Plan hat. Gott hatte sich bewusst beschränkt, um Jakob dies zu zeigen. In keiner Weise hätte Jakob auch nur den Hauch eine Chance gehabt, wie auch wir in keiner Weise eine Chance hätten. Doch Gott liebt uns so sehr, dass er alles dafür gibt um uns dies zu Zeigen. Er wird Mensch und er beschränkt sich damit wir Ihn erleben können, damit wir seine unbeschreibliche Liebe überhaupt er fassen können. Jesus «verliert» am Kreuz für uns, um gleichzeitig alles zu Gewinnen. Der Ringkampf mit Jakob hat eine unübersehbare Voraussicht auf die endgültige Gnadenakt Jesus am Kreuz. Jesus verliert gegen Jakob um damit Jakob zu Zeigen, dass diese verheissung Wirklichkeit ist und er sich nicht vor einem Esau oder sonst wem fürchten muss. Denn Gott selbst hat Jakob nicht vernichtet, obwohl er alles Recht dazu hätte. Wie soll dann eine Esau solch etwas hinkriegen.

Der ganze Kampf dient zur Erbauung Jakobs, deshalb auch der Ausspruch mit dem Morgenrot. Gott ist nicht etwa müde geworden oder hatte Angst vor dem Morgen, da die Sonne Ihn vielleicht wie ein Vampir vernichten würde. Nein, es ging dabei alleine um Jakob, denn an diesem Tag würde er Esau begegnen und Gott wusste, dass Jakob nun aber langsam wieder losgehen musste, damit er mit seiner Familie Esau entgegengehen konnte. Gott hat ein Perfektes Timing, er lässt uns die Zeit für Ringkämpfe mit Ihm, damit wir gestärkt herausgehen können. Doch er weiss auch wann es wieder Zeit ist, diese Kämpfe zu Beenden und gesegnet und gestärkt daraus hervor zu gehen.

Schlussgedanke

Diese Geschichte ist für mich je mehr ich mich damit befasse ein deutliches Zeichen für die Gnade und Liebe Gottes. Doch es ist auch eine grosse Hoffnung und Zusage für uns.

Gottes Gnade und Liebe ist so gross, dass er als Mensch auf dieser Erde kam. Er hat sich bewusst beschränkt nur damit wir seine Liebe fassen können. Jesus hätte das ganze Römische Reich mit einem Wimpern zucken vernichten können. Doch er hat sich Kreuzigen lassen, weil er voller Liebe und Gnade ist. Weil er nicht unser Verderben will, sondern unsere Errettung.

Der Unbesiegbare Gott, lässt sich aus Liebe besiegen. Nur um Jakob seine Liebe aufzuzeigen und der Unbesiegbare Gott, lässt sich Töten, nur uns seine Liebe aufzuzeigen.

Gott begegnet jedem genauso, wie er es gerade benötigt und anscheinend hatte Jakob genau solch einen Ringkampf benötigt, um dieser Situation gewachsen zu werden.

Diese Geschichte zeigt uns solch eine Hoffnung auf, denn auch wenn wir in ausweglosen Situationen sind, können wir sicher sein, dass Gott uns genau mit dem versorgt was wir benötigen. Auch wenn dies sogar einen Ringkampf mit Ihm ist. Wir müssen uns nicht fürchten mit Gott zu Ringen, denn Gott will uns mit solchen Situationen seine Liebe zeigen. Denn er ist der liebende Vater, welcher sich auf unsere Ebene begibt um uns zu Lieben.

Gott hat nicht aus dem Himmel gedonnert, sondern ist zu uns gekommen, weil seine Gnade so gross ist, dass wir Ihm nicht egal sind. Er will uns nicht vernichten, sondern erretten! Dafür gibt er alles, sogar seine Allmacht, in einem Ringkampf gegen Jakob zu Gewinnen.

[0] Alle Stellen nach Schlachter 2000
[1] Mose 30 22-44
[2] Mose 31 1-22
[3] Hier wird es kompliziert, ich empfehle den Artikel über die Dreieinigkeit zu lesen um das Konstrukt Vater, Sohn, HG besser zu verstehen. https://wordsoflight.ch/2016/05/31/die-dreieinigkeit/

11 Gedanken zu “Mit Gott im Kampfring

  1. Da muss ich zugeben, dass meine formulierung hier nicht wirklich gut war. „gesteckt“ passt nicht, er wurde ja vollkommen mensch und blieb trotzdem gott/sohn.
    Wenn wir von de trinität ausgehen, sprechen wir von vater, sohn, HG.
    In diesem artikel meine ich mit Jesus den Sohn. In der Jakob geschichte, könntest du also auch statt Jesus, sohn einfügen, klar gab es jesus in der form wie er von maria geboren war nicht physisch, doch als sohn gab es ihn durchaus, wird er ja auch in der offenbarung als der der schon immer war, der ist und der sein wird bezeichnet.
    Der sohn gab es also immer, in dieser jakob stelle ist jedoch nicht eine inkarnation wie bei maria geschehen, sondern der sohn ist in menschen form erschienen, wie dies ja auch an mehreren anderen stellen im AT zu finden ist, z.B abraham oder sogar bei adam wo gott im garten „herumwandelte“. da wir aber glauben das niemand je den vater gesehen hat, muss es hier also der sohn als mittler und trotzdem vollkommener gott gewesen sein.

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    1. Burhanuddin1

      Ok, es war also nicht Jesus, sondern die zweite göttliche Person (Sohn/Wort) in anderer menschlicher Form. Korrekt?

      „sondern der sohn ist in menschen form erschienen,“
      Ist diese „menschen form“ wirklich ein Mann oder nur scheinbar? Der Text spricht von einem Mann.

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      1. ich weiss nicht genau wo du hin willst. aber wie siehst du, dass den. Hat abraham mit gott um sodom gefeilscht, auch wenn dort von männern die rede war? oder wie würdest du das dort deuten. Mit welcher person der trinität hat abraham nach deinem verständnis gesprochen.

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      2. Burhanuddin1

        Wo ich hin will? Ich will Klarheit, Wahrheit. Meine Meinung: Du widersprichst dir selbst, redest unsinnig und bist daher unglaubwürdig. Sorry, keine Beleidigung beabsichtigt.

        Gott selbst erscheint also als Mensch, der nicht Jesus ist? Hast du dir schon mal überlegt, dass Gott dann als Sünder erscheint, da nur Jesus ohne Sünde ist nach deiner Glaubensauffassung? Das ist doch alles Unsinn meiner Meinung nach. Sorry.

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      3. nun verstehe ich dein problem langsam.
        ich denke dies lässt sich da per komentar aber nicht wirklich lösen. Da du anscheinend meine worte anders verstehst als ich. Ich denke aber nicht das ich mir wiederspreche.
        Wir haben aber eine ein bischen andere auffassung von jedus und sohn . Aber das lassen wir mal bei seite, es bringt ja niemand weiter über namen und interpretationen davon zu streite.

        gerne würde ich aber deine auslegung dieses textes hören, was ist für dich denn die wahrheit?
        Wesshalb kann Gott, deiner meinung nicht die „form“ eines mannes/menschen annehemen, wesshalb müste diese „form“, wie genau die auch immer aussieht, dann sündhaft sein? Wie gesagt diese form unterscheidet sich von der inkarnation, war aber anscheinend trotzdem physisch fassbar. Also menschlich für einen aussenstehenden. Sowohl bei Jakob wie auch abraham.
        wie gesagt jesus ist der sohn, durch dass das hier der sohn in menschlicher „form“ erscheint welcher ja dann jesus genannt, aber genau so sohn ist, wird in der inkarnation, gibt es hier auch bei deiner interpretation kein wiederspruch. Der sohn ist sündlos und der sohn ist jesus durchdas ist natürlich auch diese „form“ sündlos da sie ja eben auch jesus ist. da der sohn ja wie schon gesagt jesus wird.

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      4. Burhanuddin1

        Meine Auslegung ist irrelevant. Deine Auslegung dieser Textstellen hält einer Prüfung nicht stand meiner Meinung nach. Die Texte sagen nichts von „menschlicher Form“, „2. Person/Sohn“, „Inkarnation“ etc. pp. Sie sprechen von Männern. Menschen. Was du betreibst ist nicht Exegese, sondern Eisegese meiner Meinung nach. Und das widersprüchlich.

        Denn bei Jesus geht es nicht um die Sündlosigkeit der Göttlichen Person, sondern des „Menschen“ Jesus. Jeder andere Mensch ist ein Sünder deiner Glaubensauffassung nach. Erscheint Gott in einer anderen Form als Jesus, so erscheint er als Sünder. Deiner Glaubensauffassung nach.

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  2. Burhanuddin1

    „Jesus“ ist die zweite göttliche Person, die eine menschliche Natur angenommen hat. Diese „Inkarnation“ ist einzigartig laut christlichem Verständnis.

    Diese „menschliche Natur“ ist historisch verortet als Sohn der Maria, um die Zeitenwende.

    „Meine Meinung dazu ist, dass es sich hier tatsächlich um Gott gehandelt hatte, genauer um Jesus persönlich.“ Das ist unmöglich, da „Jesus“ zu dieser Zeit noch nicht geboren war.

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    1. Lieber Burhanuddin Wesshalb soll mit der „inkarnation“ gottes eine neue person entstanden sein, welche vorher noch nicht existiert hat? Würde dies nicht komplett dem unveränderlichem Gott wiedersprechen? Wenn Gott in der Dreieinigkeits-Person von Jesus auf diese Welt kommt und Mensch wird, dann muss er ja bereits vorher Existiert haben. Er hat sein Wesen in der Inkarnation aber in dies eines Menschen „gesteckt“ trotzdem ist und bleibt er ewig, selbst nach dem Tod und der Auferstehung, ist Jesus immer noch Jesus. Wenn Jesus also Mensch wird, dann ging er diesen Weg Freiwilig und genau hier fängt die eigentliche aussage der gesammten Christenheit an, Jesus in der Dreieinigkeit stellt sein Gottsein zurück, der Töpfer wird zum Topf, doch dies bedeutet in keiner weise das vorher kein Töpfer da war.
      Wenn sogar Jeremia vor seiner Geburt eine identität hatte welche Gott als Prophet vorherbestimmt hatte, wieviel mehr ist dies bei Jesus möglich.
      Jeremia1, 5 Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen3, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt!

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      1. Burhanuddin1

        Lieber wordsoflightblog, vielen Dank für deine Antwort.

        „Er hat sein Wesen in der Inkarnation aber in dies eines Menschen „gesteckt“…“

        Ich bin mir nicht sicher ob diese Antwort wirklich trinitarischer Orthodoxie entspricht. Aber das ist hier nicht der Punkt. Der Punkt ist “ in dies eines Menschen „gesteckt“, und dieses Wesen eines Menschen ist historisch einzigartig verortet. „Jesus“ ist der einzigartige Gott-Mensch, der zur Zeit Jakobs noch nicht existierte.

        Ist dein Punkt der „Mann“ der mit Jakob kämpft ist eine andere, weitere Inkarnation der zweiten Person der Trinität?

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      2. Burhanuddin1

        „Würde dies nicht komplett dem unveränderlichem Gott widersprechen?“
        Genau, ich stimme dir zu. Das ist aber ein anderer Punkt um den es im diskutierten Bezug „Jakobs Kampf“ gar nicht geht.

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